24.10.2025 | Mit der Forderung nach 5,0 Prozent mehr Lohn und Gehalt bei einer Laufzeit von 12 Monaten geht die IG Metall im Tarifgebiet der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie (HVI) in die Tarifrunde 2025.
Die Forderung ist dabei mehr als berechtigt: In unserer Beschäftigtenumfrage gaben 61 Prozent an, dass ihnen der Ausgleich der gestiegenen Kosten besonders wichtig ist. Kein Wunder, denn seit 2022 sind die Preise um 17,4 Prozent gestiegen, während die Entgelte im gleichen Zeitraum nur um 12,9 Prozent zulegen konnten. Das ist ein gutes Ergebnis, aber am Ende bleibt trotzdem ein dauerhafter Kaufkraftverlust. Jetzt ist es an der Zeit, diesen Rückstand aufzuholen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tarifrunde liegt auf der überproportionalen Erhöhung der Ausbildungsvergütungen. Unsere Zukunftssicherung beginnt genau dort: Wer die besten Auszubildenden gewinnen will, muss die besten Bedingungen bieten. Dazu gehören Vergütungen, von denen man leben kann – mit denen sich Miete, Mobilität und ein eigenständiger Alltag finanzieren lassen. Hier darf der Anschluss an die anderen Branchen nicht verloren gehen.
Zudem fordert die IG Metall erneut eine mitgliederwirksame Komponente. In der letzten Tarifrunde konnte in Niedersachen ein exklusiver Vorteil für Mitglieder durchgesetzt werden – dank des solidarischen Drucks vieler Kolleginnen und Kollegen. Dieses Signal wollen wir wiederholen: Nur wer Mitglied ist, hat einen rechtlichen Anspruch auf tarifliche Leistungen. Trittbrettfahren ist gefährlich – starke Ergebnisse gibt es nur mit einer starken IG Metall.
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