05.06.2025 | Bei einem Warnstreik haben am heutigen Donnerstag, 05. Juni 2025 rund 80 Beschäftigte von der Firma CWS Workwear in Lingen Druck auf ihre Arbeitgeber in der laufenden Tarifrunde ausgeübt.
Sie fordern für die Beschäftigten der textilen Dienstleitungsbranche 6 Prozent mehr Geld im Monat, für die unteren Entgeltgruppen mindestens 180 Euro. Die belasteten Beschäftigten erwarten zudem eine verbesserte Altersteilzeit-Regelung. Zu der Branche gehören Großwäschereien etwa für Krankenhäuser, Pflegeheime, Gastronomie und Berufsbekleidung.
Laura Belt, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Rheine sagte: „Wir stehen und kämpfen für mehr Respekt und mehr im Geldbeutel, um die gestiegenen Preise zu bewältigen. Die Arbeitgeber aber bieten nur Minus und Mehrbelastung.“ Bei der 2. Tarifverhandlung am 27. Mai im hessischen Dietzenbach boten die Arbeitgeber Lohnerhöhungen unter der erwarteten Inflationsrate. Wer mehr Geld brauche, solle nach ihrem Willen mehr arbeiten. Die Altersteilzeit wollen die Arbeitgeber streichen statt verbessern.
Belt: „Die Betriebe haben eine ordentliche Auftragslage und ringen nach Arbeits- und Fachkräften. Hier in Lingen wurden in den letzten Monaten mehrere hunderte Überstunden und viel Sonntagsarbeit geleistet. So ein Angebot verhöhnt den engagierten Einsatz unserer Kolleginnen und Kollegen bei ihrer stressigen und anstrengenden Arbeit. Sie verdienen Wertschätzung statt ein Verarmungsprogramm.“
Mit Fahnen, Ratschen und Redebeiträgen protestierten die Textilen Dienstleister, damit sich die Arbeitgeber bewegen. Heike Trümper, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der Firma CWS: „Wäsche muss durch die Mangel gedreht werden, nicht die Beschäftigten! Unsere älteren Kolleginnen und Kollegen sind am Ende ihrer Kräfte. Sie brauchen Perspektiven auf Ausstiegs-Optionen. Bessere Tarifverträge machen die Unternehmen auch für künftige Fachkräfte attraktiver.“
Die dritte Tarifverhandlung für die Textilen Dienste mit ihren bundesweit 23.000 Beschäftigten ist für den 16. Juni angesetzt.