27.02.2026 | Die Ausbildungsbilanz 2025 zeigt eine deutliche Verschlechterung der Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Nach einem kurzen Zwischenhoch in den vergangenen Jahren setzt sich nun ein klar erkennbarer Abwärtstrend fort.
Im Jahr 2025 ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse über alle Ausbildungsberufe hinweg um 2,1 Prozent gesunken. Damit vergrößert sich der Abstand zum Niveau vor der Corona-Pandemie weiter – aktuell fehlen rund 49.000 Ausbildungsverhältnisse im Vergleich zu 2019.
Besonders betroffen sind die für die IG Metall relevanten Ausbildungsberufe. Hier gingen die Neuverträge im Vergleich zum Vorjahr um rund 11.400 beziehungsweise 5,8 Prozent zurück. Verglichen mit 2019 bleiben etwa 21.500 Verträge aus, was einem Rückgang von rund 10 Prozent entspricht. In der Metall- und Elektroindustrie zeigt sich die Entwicklung besonders kritisch: Trotz vieler unbesetzter Stellen und sinkender Nachfrage seitens Jugendlicher bieten Unternehmen zunehmend weniger Ausbildungsplätze an – vor allem in gewerblich-technischen Berufsbildern.
Eine ausführliche Analyse der aktuellen Situation steht zum Download zur Verfügung.
Für individuelle Auswertungen nach Bundesländern, Agenturbezirken oder Berufen stellt das Bundesinstitut für Berufsbildung entsprechende Daten bereit (BIBB, Tabelle 46 – 2025).