Tag der Arbeit 2026

1. Mai 2026: Erst unsere Jobs, dann eure Profite

31.03.2026 | Tag der Arbeit 2026: “Erst unsere Jobs, dann eure Profite” ist unser Motto zum diesjährigen 1. Mai. Arbeitsplätze geraten unter Druck, Standorte werden verlagert, soziale Sicherheit wird infrage gestellt. Gleichzeitig sollen wir länger arbeiten, mehr leisten und mit weniger auskommen. Das machen wir nicht mit.

Wir Gewerkschaften stehen auf und kämpfen – für jeden einzelnen Arbeitsplatz. Wir sind die Schutzmacht der Beschäftigten, und Jobsicherheit ist unser oberstes Gebot.

Unsere hart errungenen Rechte gelten heute genauso wie gestern. Das Grundgesetz sagt: Eigentum verpflichtet. Und diese Verpflichtung heißt konkret: Verantwortung für Arbeitsplätze übernehmen, in den Standort Deutschland investieren, gemeinsam mit uns Lösungen finden. Wir lassen nicht zu, dass Profitinteressen über Menschenleben gestellt werden!

Der Deutsche Gewerkschaftsbund, die IG Metall und ihre Schwestergewerkschaften feiern gemeinsam am 01. Mai den Tag der Arbeit. Hierzu rufen wir zu unzähligen Demos und laden zu Veranstaltungen ein.

Die Plakate mit den ausführlichen Infos zu einigen DGB-Veranstaltungen in unserer Region und der Umgebung stehen zum Download bereit.

Rheine 30.04.2026, 18 Uhr (Arbeitnehmer-Empfang)
Lingen 01.05.2026, 10.15 Uhr (mit Stand der IG Metall Rheine)
Emlichheim 30.04.2026, 17 Uhr (Maibaum aufstellen)  
Münster 01.05.2026, 10 Uhr
Osnabrück, 01.05.2026, 10 Uhr

 

Forderungen des DGB und der IG Metall an Politik und Wirtschaft

Hände weg vom 8-Stunden-Tag!

Die Bundesregierung plant, das Arbeitszeitgesetz aufzuweichen. Danach drohen Arbeitstage von bis zu 13 Stunden, wenn der Arbeitgebende es will. Teile der Politik und die Arbeitgeberlobby wollen uns weismachen, wir arbeiten zu wenig.

Wir sagen: Stopp! Wir arbeiten genug! Mit Macht für die 8!

Der 8-Stunden-Tag ist eine hart erkämpfte Errungenschaft. Wenn er fällt, bestimmt allein der Arbeitgebende über deine Zeit. Das lassen wir nicht zu – keine Experimente auf dem Rücken der Beschäftigten!

Unser Sozialstaat ist nicht verhandelbar

Der Sozialstaat ist das Fundament unserer Demokratie – kein Luxus. Teile der Arbeitgebenden behaupten, er sei “nicht mehr finanzierbar”. Das ist falsch. Das Problem liegt nicht bei den Ausgaben, sondern bei der Finanzierung. Während Beschäftigte rund 43 Prozent Steuern und Abgaben zahlen, liegt die Belastung vieler großer Vermögen deutlich darunter.

Wir sind die Debatten um soziale Kürzungen leid. Nichts davon schafft Zukunftssicherheit für Beschäftigte.

Rente: Sicherheit für alle Generationen

Wer ein Leben lang arbeitet, muss auch im Alter sicher leben können. Das Rentenniveau von 48 Prozent muss dauerhaft stabilisiert werden – nicht nur für heute, sondern auch für künftige Generationen. Wer immer nur private Vorsorge predigt, soll erklären, wovon Menschen mit kleinen Einkommen noch sparen sollen.

Wir fordern eine sichere Rente für alle.

Gesundheit: Für Menschen, nicht für Profite

Alle Menschen brauchen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung, unabhängig von Einkommen oder Wohnort. Wir fordern eine Bürgerversicherung für alle und einen fairen Bundeszuschuss statt Kürzungen.

Gesundheit ist keine Ware. Gesundheitsversorgung darf kein Geschäftsmodell für Investoren sein. Geld muss in bessere Versorgung fließen, nicht in die Taschen von Private-Equity-Firmen.

 

Erst Zukunftsinvestitionen für unsere Arbeitsplätze, dann eure Kostenoptimierung!
 

Deutschland hat viele Stärken: Bestens ausgebildete Fachkräfte, leistungsfähige Industrie, weltbekannte Qualität. Statt alles schlechtzureden, müssen wir jetzt in Zukunftstechnologien investieren: Künstliche Intelligenz, Batterietechnologie, klimaneutrale Produktion.

Wer vom Standort Deutschland profitiert, muss hier investieren und Verantwortung übernehmen. Eigentum verpflichtet. So steht es im Grundgesetz. Wer Gewinne macht und vom Steuerzahler profitiert, muss Verantwortung für Arbeitsplätze übernehmen.

Wenn Unternehmen staatliche Förderung erhalten, müssen sie im Gegenzug investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen.

 

Gerechte Steuerpolitik – wer viel hat, muss mehr beitragen
 

Wir fordern eine höhere Besteuerung sehr großer Vermögen und hoher Erbschaften. Während Beschäftigte jeden Monat Steuern zahlen, werden Millionenerbschaften kaum belastet.

Mit einer gerechteren Steuerpolitik können wir massiv in Infrastruktur, Industrie, Bildung und sozialen Zusammenhalt investieren. Wer viel hat, muss mehr zum Gemeinwohl beitragen.

 

Bezahlbares Wohnen für alle
 

Immer mehr Menschen geben über 40 Prozent ihres Einkommens für Miete aus. Auszubildende zahlen 42 Prozent, Studierende sogar mehr als die Hälfte. Über 5 Millionen Menschen konnten ihre Wohnung zuletzt nicht ausreichend heizen.

Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf nicht zum Spekulationsobjekt werden. Wir brauchen stärkere Mietregulierung und deutlich mehr öffentlichen Wohnungsbau. Bei Energie und Infrastruktur muss der Staat eingreifen, wenn Märkte versagen.

Gute Arbeit braucht ein bezahlbares Leben.

Von: lb

Unsere Social Media Kanäle